Vom Teller auf den Teller: Top-Tipps für den Anbau von Bio-Produkten
Der September steht ganz im Zeichen des Bio-Gärtnerns, und wir zeigen Ihnen, wie Sie auch zu Hause biologisch gärtnern können: ganz gleich, ob Sie einen Garten voller Blumen pflegen oder auf dem Schrebergarten reichlich Obst und Gemüse anbauen – biologische Anbaumethoden sind ebenso wichtig, um die Umweltbelastung zu verringern und die Tiere zu schützen, die Ihren Garten besuchen! Folgen Sie unserem Leitfaden für biologisches Gärtnern:
Stellen Sie sich darauf ein, die Arbeit zu investieren
Wir machen es kurz: Wer biologisch gärtnern möchte, braucht viel Vorbereitung, harte Arbeit und Engagement. Starten Sie Ihr Bio-Gartenprojekt mit guter Planung; überlegen Sie, wo Sie anbauen und welche Pflanzen sich für den Standort am besten eignen – mit Pestiziden oder anorganischem Dünger gibt es hier keine schnelle Lösung, also ist es entscheidend, von Anfang an alles richtig zu machen. Außerdem sollten Sie beim biologischen Anbau besonders aufmerksam sein, frühzeitig auf erste Anzeichen von Problemen achten und Ihre Fläche gut pflegen.
Die richtigen Pflanzen auswählen
Wenn Sie sich für die Pflanzen entschieden haben, die Sie anbauen möchten, sollten Sie Ihr Saatgut und Ihre Jungpflanzen unbedingt bei einem Bio-Anbieter beziehen – allzu oft wurden Mutterpflanzen mit anorganischen Stoffen behandelt, also starten Sie mit den besten Absichten und lesen Sie die Verpackung sorgfältig, um sicherzustellen, dass Ihre Setzlinge ohne den Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden gezogen wurden.
Bodenpflege – vielleicht der wichtigste Teil!
Bereiten Sie Ihren Boden vor dem Pflanzen mit vielen Nährstoffen vor, indem Sie reichlich organisches Material wie Mist, Kompost oder Torfmoos untermischen – wir empfehlen, dass die obersten zehn Zentimeter des Bodens organischen Dünger enthalten, damit Ihre Pflanzen die besten Chancen haben.
Unser hauseigener Gärtner George empfiehlt außerdem, Ihrem Boden eine gute zehn Zentimeter dicke Schicht organischen Mulch zu geben; das hilft, Unkraut am Auflaufen zu hindern und erleichtert das Herausziehen, spart Wasser und schafft ein ideales Umfeld für Würmer sowie andere Mikroflora und -fauna, die den Boden und Vögel, Kröten und Igel unterstützen. Außerdem entfällt dadurch das Umgraben, es ist also vielleicht doch nicht schwieriger als der Anbau mit Chemie. Nach dem ersten Jahr, in dem Sie zehn Zentimeter Mulch aufgebracht haben, sollte jedes Jahr wieder auf zehn Zentimeter aufgefüllt werden.
Wichtig ist, dass Stroh aus Tierstreu Herbizide enthalten kann, daher sollten Sie bei der Auswahl sorgfältig vorgehen. George empfiehlt auch keinen Rasenschnitt, da dieser oft voller Unkrautsamen ist – er verwendet Stallstreu aus Holzspänen, ohne Samen, ohne Pestizide und benutzerfreundlicher als Stroh. Wahrscheinlich enthält sie etwas Heu, deshalb lagert er sie auch ein Jahr lang und baut darin Kürbisse an. Falls sich darin doch Herbizide verbergen, zeigen die Kürbispflanzen das schnell, da sie sehr empfindlich sind. Selbst wenn Sie eine Mischung ohne Heu verwenden, würde George sie trotzdem ein Jahr lang lagern und darauf achten, dass sie feucht bleibt, damit sie bei der Verwendung in den Beeten zumindest teilweise kompostiert ist.
Schädlinge in den Griff bekommen
Leider gibt es keinen schnellen Weg, Schädlinge und Krankheiten ohne chemische Eingriffe loszuwerden, also tun Sie alles, um zu verhindern, dass sie sich überhaupt festsetzen! Gießen Sie zum richtigen Zeitpunkt, damit die Pflanzen nicht zu feucht werden und sich keine Krankheiten ausbreiten, schützen Sie Ihre Pflanzen mit Netzen (entweder über dem Laub oder über den Wurzeln), um eine physische Barriere zwischen Ihren Pflanzen und Schädlingen zu schaffen, und wenn es ganz schlimm kommt, graben Sie stark beschädigte Pflanzen zügig aus und entfernen Sie sie, damit sie andere nicht anstecken.
Unkraut kontrollieren
Beim biologischen Gärtnern heißt es wieder: Unkraut von Hand jäten – und zwar gründlich, mit Kelle oder Grabegabel auch die Wurzeln entfernen, sonst treibt es sehr schnell wieder aus! Sie können außerdem ein Unkrautvlies oder Rindenmulch verwenden, damit es Unkraut von vornherein deutlich schwerer hat, sich zu etablieren.
Fruchtfolge praktizieren
Und damit Ihre Mühe nicht Jahr für Jahr umsonst ist, sollten Sie auf Fruchtfolge setzen; durch den Wechsel Ihrer Kulturen verhindern Sie, dass sich Krankheiten ausbreiten und alle Pflanzen befallen, und sorgen dafür, dass Ihr Boden unterschiedliche Nährstoffe behält – dieselben Pflanzen sind anfällig für dieselben Krankheiten und entziehen dem Boden dieselben Nährstoffe. Wenn Sie also zum Beispiel Ihre Tomaten von Saison zu Saison durch Kürbisgewächse ersetzen, bleibt Ihr Schrebergarten länger produktiv.