Chicorée anbauen – was Sie tun sollten, was Sie lieber lassen und alles dazwischen!
Für unsere treuen Social-Media-Follower: Sie verfolgen Irrigatias George und seine Reise beim Chicorée-Anbau ja schon seit einiger Zeit. Inzwischen ist etwas mehr als ein Jahr vergangen, seit alles begonnen hat, und wir haben unterwegs viel gelernt – deshalb dachten wir, wir teilen unsere Erfahrungen und unser Wissen mit all jenen unter Ihnen, die selbst anbauen möchten!
Phase eins: Die Vorbereitung
Der erste Schritt ist das Aussäen: George begann den Chicorée-Anbau Mitte April 2020 – die perfekte Jahreszeit, um Ihre Samen auszusäen und sie für die Ernte im folgenden Winter vorzubereiten.
Top-Tipp: Achten Sie beim Aussäen darauf, zwischen den einzelnen Samen ausreichend Abstand zu lassen, damit sie wachsen können, und halten Sie die Keimlinge wie bei jeder Jungpflanze jederzeit gut feucht, bei gleichzeitig guter Drainage. Wir empfehlen das Irrigatia C12-Set in Kombination mit einem mikroporösen Schlauch – ideal für die Bewässerung kleiner bis mittelgroßer Gemüsebeete und Blumenrabatten.
Phase zwei: Der Wachstumsprozess
In der nächsten Phase haben wir unsere Keimlinge in den ersten Wachstumsstadien genau im Blick behalten. Rechnen Sie in den ersten Monaten mit eher langsamem Wachstum, doch bis zum Sommer beschleunigt sich der Prozess und die Pflanzen wachsen deutlich kräftiger. Bis Dezember sollte es Zeit sein, die Wurzeln auszugraben und einzutopfen; idealerweise sollten die Wurzeln karottenförmig aussehen, allerdings kann es vorkommen, dass einige eher wie ausgegrabene Baumstümpfe wirken – so wie bei George!
Top-Tipp: Um missgebildete Wurzeln zu vermeiden, achten Sie auf die Nährstoffversorgung Ihres Bodens und den Wasserstand. Unsere Keimlinge wurden in ein Beet mit sehr hohem Anteil an organischer Substanz gepflanzt, das vielleicht zu nährstoffreich war und dadurch missgebildete Wurzeln hervorrief. Außerdem ist Chicorée beim Gießen eher mit Karotten vergleichbar und sollte erst dann wieder gründlich gewässert werden, wenn der Boden recht trocken geworden ist.
Phase drei: Das Treiben
Sobald die Wurzeln eingetopft waren, war es an der Zeit, das Wachstum unseres Chicorées zu treiben. George bedeckte die Töpfe mit einem schwarzen Plastiksack und nach drei bis vier Wochen bei angenehmer Raumtemperatur waren sie erntereif. George stellte sie eine Zeit lang in ein ungeheiztes Gewächshaus, doch leider tat sich dort gar nichts.
Top-Tipp: Achten Sie beim Treiben Ihres Chicorées besonders auf die Temperatur – er bevorzugt ein wärmeres Umfeld. Wenn Sie also kein beheiztes Gewächshaus haben, holen Sie die Pflanzen ins Haus. Wir empfehlen außerdem, kleinere Töpfe zu verwenden als die in unserem Video-Guide verwendeten (ansehen), da Sie so den Chicorée in kleineren Chargen treiben und sicherstellen können, dass er über die Saison hinweg erfolgreich gestaffelt ist.
Phase vier: Das Endergebnis testen
Unsere Chicorée-Charge ist sehr groß und etwas zerzaust gewachsen, aber nachdem wir einige der äußeren Blätter entfernt haben, sehen sie genau aus wie handelsüblicher Chicorée! Sie hatten einen recht knackigen, leicht bitteren, an Salat erinnernden Geschmack – genau das, was wir erwartet hatten.
Top-Tipp: George hat festgestellt, dass es eine großartige Art ist, sie zu essen, wenn man sie halbiert, im Ofen backt und anschließend mit Käsesauce übergießt!